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Wenn Tim van Vegchel einen Kunden besucht, weiß er genau, was in der Bäckerei vor sich geht. Nicht, weil er es nachgelesen hat, sondern weil er selbst fünfzehn Jahre lang in einer Bäckerei gearbeitet hat. Und genau das macht den Unterschied.
Tim begann seine Karriere im handwerklichen Bäckergewerbe. Fünfzehn Jahre lang arbeitete er als Bäcker in einem Betrieb, der bereits seit vielen Jahren Maschinen von Kalmeijer einsetzte. Der Vertreter von Kalmeijer war regelmäßig vor Ort. Tim beobachtete seine Arbeit, lernte die Maschinen kennen und merkte selbst immer stärker, dass ihm etwas fehlte: der Kontakt zu Kunden, die Beratung und die Suche nach Lösungen.
„Ich habe immer gesagt, dass ich irgendwann in diese Richtung gehen möchte“, erzählt er. „Es ist ein großartiger Beruf. Und wenn man eine Lösung findet, die wirklich funktioniert, dann ist das ein unglaublich erfüllendes Gefühl.“
Als die Stelle als Vertreter bei Kalmeijer frei wurde, war die Entscheidung schnell getroffen. Der Wechsel fühlte sich für ihn auch weniger groß an als für viele andere: Er kannte die Maschinen bereits und verstand die tägliche Arbeit in der Bäckerei. Heute betreut Tim als Vertreter die Regionen Ost- und Nordniederlande.

Tim demonstriert die Keksformmaschine KGM.
Eine typische Woche gibt es für Tim eigentlich nicht. Freitagnachmittag erstellt er seinen Terminplan für die kommende Woche, damit alles organisiert ist. Doch was danach passiert? Das bestimmen die Bäcker.
Seine Vormittage verbringt er oft bei Kunden, um sich vor Ort ein Bild zu machen und zu sehen, was gerade ansteht. Die Nachmittage sind für vereinbarte Termine reserviert. Dazwischen klingelt ständig das Telefon: eine Maschine läuft anders als gewohnt, eine backtechnische Frage taucht auf oder ein Bäcker kommt bei einem Problem nicht weiter.
„Wichtig ist, dass der Bäcker weiterarbeiten kann“, sagt Tim. „Wenn etwas Dringendes passiert, hat meine Planung erst einmal Pause.“
Tim ist auch dabei, wenn Maschinen ausgeliefert werden. Oft steht er nachts in der Backstube an der Seite des Bäckers, um die Maschinen in Betrieb zu nehmen und zu kontrollieren, ob alles wie vereinbart funktioniert.
Was Tim den größten Teil seiner Zeit kostet, ist nicht das Verkaufen. Es ist das Zuhören.
„Hinter jeder Frage steckt ein Bedürfnis“, sagt er. „Man kommt ins Gespräch, fragt nach, und so gelangt man ganz von selbst zur passenden Lösung.“
Die Kunden wenden sich mit den unterschiedlichsten Anliegen an ihn. Manchmal geht es um Kapazitäten: Die Bäckerei arbeitet am Limit, und es fehlen die Mitarbeiter, um die Nachfrage zu bewältigen. Manchmal soll die Produktion von der Nacht in den Tag verlagert werden. Und manchmal lautet die Frage einfach: Wie können wir diesen Prozess effizienter gestalten?
„Dann schaue ich mir auch das Budget an und prüfe, was realistisch umsetzbar ist. Gemeinsam mit dem Kunden suche ich anschließend nach einer Lösung und danach, welchen Beitrag Kalmeijer dazu leisten kann.“
Wenn Tim bei einer backtechnischen Frage nicht weiterkommt, zieht er den Bäckereifachberater hinzu. Spezifische Fragen zu Produkten werden über den Vertriebsleiter an die Forschungs- und Entwicklungsabteilung weitergeleitet. Und bei Serviceangelegenheiten – seinem häufigsten täglichen Kontakt – steht er in direkter Verbindung mit der Serviceabteilung.
Auch dabei übernimmt Tim eine wichtige Rolle als Bindeglied: Er ist der direkte Ansprechpartner für den Kunden und gleichzeitig die Verbindung zu allen Abteilungen innerhalb von Kalmeijer.
Die Rückmeldung, die Tim nach einer Maschinenlieferung am häufigsten hört, ist zugleich die aussagekräftigste:
„Das hätten wir schon vor zehn Jahren machen sollen.“
Diesen Satz hört er immer wieder. Von Bäckern, die lange gezögert haben, denen der Schritt zunächst groß erschien und die im Nachhinein nicht verstehen können, warum sie so lange gewartet haben.
Was Kunden ebenfalls immer wieder hervorheben, ist die persönliche Betreuung. Nicht nur während des Kaufprozesses, sondern auch danach. Dass Tim wieder vorbeikommt. Dass man ihn anrufen kann. Dass jemand da ist, der mitdenkt, wenn in der Bäckerei einmal etwas nicht nach Plan läuft.
„Es kann gut sein, dass ich schon am nächsten Tag wieder bei ihnen vor Ort bin“, sagt Tim. „Dann sorge ich dafür, dass sie ihre Arbeit ohne Unterbrechung fortsetzen können.“
Eine Maschine zu verkaufen kann fast jeder. Aber zu wissen, was durch diese Maschine läuft, wie sich der Teig verhält und mit welchen Herausforderungen ein Bäcker am frühen Morgen konfrontiert wird, das ist etwas ganz anderes.
Tim merkt, dass die Kunden es schätzen, dass er nicht einfach nur einen Prospekt vorlesen kann. „Die Kunden merken, dass man weiß, wovon man spricht. Dass man sie nicht nur zur Maschine, sondern auch zum Produkt beraten kann. Das schafft Vertrauen.“
Dieser praktische Hintergrund ist auch einer der Gründe, warum Vorführungen bei Kalmeijer so erfolgreich sind. Kunden können die Maschine selbst erleben, beobachten, wie der Teig reagiert, und ihre Fragen an jemanden richten, der die Praxis aus eigener Erfahrung kennt.
„Dadurch sinkt die Hemmschwelle“, sagt Tim. „Die Kunden können sich direkt vorstellen, wie die Maschine in ihrem eigenen Betrieb eingesetzt wird.“
Wenn man Tim fragt, wodurch sich Kalmeijer von anderen Anbietern unterscheidet, muss er keinen Moment überlegen.
„Die Betreuung. Ich denke, darin sind wir wirklich einzigartig.“
Dabei geht es nicht nur um die Qualität der Maschinen selbst, sondern vor allem um die Art und Weise, wie Kunden begleitet werden – vom ersten Gespräch bis weit über die Lieferung hinaus.
Kurze Kommunikationswege, eine hohe Erreichbarkeit und Mitarbeiter, die ihr Handwerk verstehen, machen für Tim den Unterschied. Kunden wissen, an wen sie sich wenden können, und erhalten schnell Unterstützung, wenn Fragen auftauchen oder Herausforderungen gelöst werden müssen.
Für Tim gehört genau das zu einer guten Zusammenarbeit: nicht nur eine Maschine zu liefern, sondern auch danach ein verlässlicher Partner zu bleiben.
Dass sich die Bäckereibranche verändert, erlebt Tim jeden Tag. Die Betriebe werden größer, qualifiziertes Personal ist schwerer zu finden, und immer mehr Produktionsprozesse werden von der Nacht in den Tag verlagert. Die Nachfrage ist hoch – oft höher, als die verfügbaren Mitarbeiter bewältigen können.
Trotzdem blickt Tim optimistisch nach vorn.
„Das Bäckerhandwerk wird bestehen bleiben. Die Nachfrage ist einfach enorm.“
Die eigentliche Herausforderung sieht er darin, mit weniger Personal effizienter zu arbeiten. Gleichzeitig müssen Unternehmen flexibel bleiben und sich an neue Marktbedingungen anpassen.
„Ich denke, genau das ist besonders wichtig“, sagt Tim. „Sich gemeinsam mit dem Markt weiterzuentwickeln und auf Veränderungen einzugehen.“





